Blog World Café Die große Chance…

Meldung

Die große Chance ist echte Synodalität zu wagen

Der Ständige Diakonat in Venezuela

Anfänge

Die Wiederherstellung des Ständigen Diakonats in der venezolanischen Kirche als eigenständiges Amt im Ordo wurde von der venezolanischen Bischofskonferenz (CEV) in ihrer Versammlung am 29. August 1970 gebilligt. Die Argumente, die die Entscheidung der CEV für die Wiederherstellung des Diakonats im Land stützen, waren:

Erste Weihe in Caracas 1974 Erste Weihe in Caracas 1974 * „Die Wiederherstellung ist ein Akt der Treue der Kirche zu ihrer ursprünglichen hierarchischen Struktur“.

  • Vielen ländlichen Gemeinden sowie bevölkerungsreichen städtischen Sektoren fehlt eine wirksame pastorale Präsenz. Andererseits führen die Veränderungen, die sowohl in der Welt als auch in der Kirche stattgefunden haben, zu der Notwendigkeit eines solchen Dienstes, der aufgrund seiner Ausgestaltungsvielfalt und seiner Angemessenheit für eine umfassendere Einfügung in das Leben verschiedener Gemeinschaften die Seelsorge wahrscheinlich erleichtert und effektiver macht.
  • Die Argumente, die seinerzeit vorgebracht wurden, sind weiterhin voll gültig. Und sie werden sogar durch die gegenwärtige historisch-kulturelle und kirchliche Situation bestätigt.
    Die ersten ständigen Diakone wurden am 29. Dezember 1974 in der Metropolitankathedrale von Caracas geweiht. Derzeit gibt es ungefähr 400 ständige Diakone. Jedoch haben nicht alle Diözesen Diakone. Kürzlich wurde in der Erzdiözese Caracas ein Bischofsvikariat für das Ständige Diakonat eingerichtet.

Herausforderungen

Die Herausforderungen, denen sich die Diakone in Venezuela heute stellen müssen, sind folgende:

  • Das ständige Diakonat hat in der Kirche in Venezuela bisher einen fruchtbaren Dienst geleistet. Es ist allerdings immer noch nicht allgemein bekannt; in einigen Diözesen, in denen ständige Diakone derzeit die vielfältigsten und wertvollsten Dienste anbieten, ist es nicht ausreichend gefördert worden.

• Die Ursache für die mangelnde Vorbereitung oder Beförderung war die Unbestimmtheit der pastoralen Bereiche, die verschiedene Ortskirchen dem ständigen Diakon anvertrauten. Oft wurden sie eher im liturgisch-sakramentalen Bereich eingesetzt; die Aufgabe der Gemeindebildung und der Dienst der Nächstenliebe spielte weniger eine Rolle.
Chancen

Bild vergrößern Die große Chance, der größte Kairós, den uns die Kirche heute bietet, um uns für eine pastorale Neuausrichtung sowohl auf persönlicher als auch auf institutioneller Ebene zu öffnen, besteht darin, ernsthaft die „ Synodalität “zu wagen: wir müssen lernen, gemeinsam zu gehen; das schien bereits erreicht und liegt doch noch in weiter Ferne. Aber wenn wir in der Lage sind, diese neue Furche zu ziehen, werden wir den richtigen Weg finden und gehen.

Ziele

Die Zeichen der Zeit fordern eine Erneuerung. Eine tiefgreifende Überarbeitung des pastoralen Handelns der Diakone ist erforderlich, um ihren Dienst zu festigen; sonst könnte er angesichts der Komplexität der gegenwärtigen Situation und der kirchlichen Realität seine Relevanz verlieren.

Es ist dringend erforderlich, unter Berücksichtigung der Herausforderungen der Neuevangelisierung neue Wege zu finden, um den Glauben im gegenwärtigen kulturellen Kontext zu vermitteln, um die Prozesse der Bekehrung zu Jesus Christus anzukurbeln, sowohl unsere eigenen als auch die unserer Gemeinschaft.

Diakon Germán C. Machado E.
Erzdiözese Caracas
Caracas, Mai 2020


Zurück …